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Open Art 2009: Antonio Marra - Wenn die Lust zum Meer wird

Jörg Heitsch Galerie am Gärtnerplatz | 08 Juli, 2009 18:45

Im Rahmen der Open Art 2009 zeigt die Jörg Heitsch Galerie am Gärtnerplatz neue abstrakte Arbeiten von Antonio Marra.

Vernissage: Freitag, 7. September 2009, 18 Uhr

Sie sind herzlich eingeladen! 

Öffnungszeiten anlässlich der Open Art 2009: Sa-So, 12.-13. September 2009, 12-18 Uhr

Die abstrakt-dualen Bildwelten von Antonio Marra üben eine faszinierende Anziehungskraft auf den Betrachter aus. Sie bestechen durch eine ungewöhnliche virtuose und intensive Farbigkeit sowie durch eine einzigartige optische und räumliche Wirkung. Dem Maler ist es gelungen, eine eigene, unverwechselbare Sprache zu entwickeln, die sich  wohltuend von den zeitgenössischen Kunstströmungen abhebt. Spürbar ist die Auseinandersetzung mit der modernen abstrakten Malerei des 20. Jahrhunderts sei es dem Bauhaus, der Minimal oder der Op Art. Marra hat sich jedoch in seinen Bildern, die in einen offenen Dialog mit dem Betrachter treten, von den traditionellen konstruktivistischen Vorstellungen und ihrem oftmals dogmatischen Absolutheitsanspruch befreit.

Der Künstler überzieht die Leinwand mit einer reliefartigen Struktur, die es ihm ermöglicht, mittels eines präzisen malerischen Verfahrens, mehrere Ebenen aus geometrischen Formen entstehen zu lassen. Durch geschickte farbliche Überlagerung ergibt sich ein verwirrend  tiefenräumlicher Effekt, der dadurch verstärkt wird, dass die Farbenflächen für das Auge nicht klar voneinander zu unterschieden sind. Quadrate, Dreiecke und Rhomben verweben sich auf der Netzhaut zu vibrierenden Bildern und sich scheinbar immer neu formierenden Mustern aus vertikalen und horizontalen Streifen. Gekonnte Formverschiebungen stören und durchbrechen unsere Sehgewohnheiten.

Im Kunstwerk eröffnet die optische Transformation von Formen und Farben, in der Kombination mit der Bewegung des Betrachters, eine neue Dimension der Wahrnehmung, die über unser alltägliches Sehen hinausgeht. Letztendlich entziehen sich die Gemälde sogar ihrer technischen Reproduzierbarkeit. Marra setzt damit der massenhaften Vervielfältigung in Photographie, in Film oder Internet die Einmaligkeit seiner Werke entgegen. Die visuelle Bewusstwerdung von Raum und Zeit, das simultane Erleben mehrerer Ebenen in einem Bild beweist, dass in einer von visuellen Reizen überfluteten Gegenwart die Malerei auch in Zukunft selbstbewusst ihren Platz behaupten wird.

Anja Hofsäß

Kommentare

Berichtigung

Jörg Heitsch Galerie | 15/07/2009, 14:38

Leider hat sich beim Schreiben dieses Eintrages der Fehlerteufel eingeschlichen.

Richtig lautet es:

Vernissage: Freitag, 11. September 2009, 18 Uhr

Ausstellungsdauer: 12.9. - 31-10.2009

 
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