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Anonymer Künstler | 22 September, 2008 11:30
Medienkünstler bedienen sich wie keine anderen Produzenten von Bildender Kunst der Informations- und Kommunikationskanäle ihrer Zeit, um mit den Mitteln des technischen Fortschritts die Dialog- und Interaktionsmöglichkeiten der Werkrezeption auszuloten. Doch in Anbetracht der oft nur kurzen Lebensdauer der Speichermedien und Abspielgeräte, auf die Medienkünstler in ihrer Arbeit zurückgreifen, ergeben sich für die konservatorische wie für die kuratorische Praxis viele neue Fragen mit Klärungsbedarf:
Wie ist damit umzugehen, wenn die einst vom Künstler genutzte Hard- und Software veraltet und als Ausstellungsbeitrag nicht mehr in der originalen Materialkonstellation präsentiert werden kann? Geht mit der Re-Inszenierung von Medienkunst nach neuestem Stand der Technik und an neuem Ort der ursprüngliche Werkkontext verloren? Und werden die heute genutzten Speicher- und Projektionsapparaturen auch den Ansprüchen an Bildqualität und Authentizität der Arbeiten gerecht?
Zu diesen und anderen Fragestellungen werden im Rahmen des Symposiums am 23. Oktober 2008 Meinungen und wissenschaftliche Befunde von 15 internationalen Experten aus Wissenschaft, Politik, Kunst- und Medieninstitutionen zusammengeführt und erörtert. Das Symposium soll all jenen ein Forum für den fachlichen und berufspraktischen Austausch sein, für die der Umgang mit Medienkunst zum festen Arbeitsalltag gehört.
- Tagungsprogramm und Rednerexposés unter www.imaionline.de -